Webseite erstellen lassen – was sollte man bei einer Auftragsvergabe beachten? Teil 1

Webseite erstellen lassen

Erfahrungsbasierend, ist die Erstellung einer Internetseite einer der schwierigsten Prozesse im Online-Marketing. Umfangreiche Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und dem Auftragnehmer (Web-Agentur oder Freelancer), der mit der Gestaltung der Website beauftragt wurde, ist unabdingbar. Um möglichst bestes Endergebnis zu erreichen, sollten bestimmte Elemente genauer beachtet werden.

Das Projekt wird grundsätzlich in 5 Phasen aufgeteilt:

  1. Einleitung
  2. Planung
  3. Ausführung
  4. Überwachung
  5. Abschluss

Jede dieser Etappen hat großen Einfluss auf das Endeffekt, leider wird, den ersten zwei, sehr oft wenig Bedeutung geschenkt, und somit mit erheblichen Problemen, für die folgenden Phasen, zu rechnen ist.

1. Einleitung: Grundannahme des Projektes

Jede professionelle Website-Agentur bzw. Webdesigner-Freelancer würde von dem Auftraggeber, Antworten auf viele Fragen erwarten. Fragen die mit Vorstellungen an die künftige Website zusammenhängen. Bevor man sich auf die Suche nach einem Webdesigner macht, sollte man sich erstmal Gedanken über die Hauptaspekte des Projektes machen, und diese dann Punkt für Punkt schriftlich festhalten: was sollte auf der Website erscheinen, was sind die Stärken, was ist der Alleinstellungsmerkmal, was hat die Konkurrenz nicht. Als Kenner seiner eigenen Branche (Gastronomie, Bau, Logistik, Jura, etc. ..) hat man viel breiteres Wissen als die künftige beauftragte Webdesign-Agentur. Dieses Wissen und die branchenspezifische Erfahrung wird dann die bevorstehende Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten vereinfachen.

Die wichtigsten Elementen, deren man besondere Aufmerksamkeit schenken sollte, wären:

Zielgruppe

Wer sind die Kunden. Sind das private Personen, oder Firmen, Unternehmen, Institutionen? Je präziser lässt sich die Zielgruppe definieren desto besser: Alter, Geschlecht, Ausbildung, etc.

Hauptziel

Beispielarten von Internetseiten:

  • Internetportal: Multithematisch, bietet Informationen zu verschiedenen Themen
  • Vertikales Internetportal: hoche Informationstiefe, spezialisierte Informationen eines Bereiches z.B.: Motorisierung, Musik, Film, Komputer-Software.
  • Online-Banking
  • Blog: meist öffentlich geführtes Tagebuch oder Journal.
  • Soziales Netzwerk: Foren, Diskussionsgruppen, etc.
  • Internet-Shop
  • Digitale Bibliothek
  • Werbe-Website
  • Firmen-Homepage: Präsentiert eigenes Unternehmensprofil und die angebotenen Dienstleistungen
  • Ausbildungsportal
  • Unterhaltungsportal: Eine Website, die breit zu verstehende Unterhaltung bietet: Musik, Spiele, Bilder …
  • Fotografie-Website: Fotogalerien, Fotografien-Datenbank

Domäne

Es wäre sinnvoll sich Zeit zu nehmen und entweder selbst nach dem passenden Domain-Namen zu suchen oder von dem Wissen eines Profis zu profitieren.

Budget

Für die Agentur ist es hilfreich zu wissen, wie viel eine Webseite kosten soll. Im Rahmen des Budgets werden dann entsprechende Technologien und Lösungen gewählt.

Corporate Identity, Corporate Design

Die visuelle Identifikation eines Unternehmens führt zur Erschaffung eines bestimmten Markenimage. Es ist eine Gruppe von grafischen/visuellen Symbolen und Merkmalen, die die Marke/das Unternehmen kennzeichnen, Identität der Firma verschaffen. Zur Corporate Identity gehören:

  • Firmenlogo
  • Farben
  • Schriftarten
  • Stylequide (Richtlinien für die Benutzung aller Elemente)

Sollte noch keine Corporate Identity vorhanden sein, ist es sehr ratsam, diese durch eine Agentur oder einen Grafikdesigner erstellen zu lassen.

Anpassung an die mobilen Endgeräte – Responsive Webdesign

Immer öfter werden Webseiten mit Smartphones und Tablets besucht. Wird die künftige Homepage sich nicht an die Displays dieser Geräte automatisch anpassen, verliert man potenzielle Kunden. Genaues zum Thema RWD – Responsive Webdesign, kann man in den zwei Artikel nachlesen:

Mehrsprachigkeit

Ist mehr als eine Website-Sprache ratsam oder notwendig? Falls ja, welche wären das?

Soziale Netzwerke – Facebook, Google+, Twitter, Instagram, und co.

In heutigen Zeiten gehören sozialen Netzwerke zu den meist besuchten Webseiten. Vielleicht sollte man in Betracht ziehen, ein entsprechendes Modul/Plugin auf eigene Homepage einbauen zu lassen, und somit den Informationsaustausch zu vereinfachen.

Sitemap, Inhalte strukturieren

Es ist wahrscheinlich das schwierigste Element. Welche konkreten Inhalte soll die Website anbieten, und wie diese geordnet sein sollen. Eine gut strukturierte Webseite ist das A und O. Eine gute Web-Agentur würde bestimmt passende Lösungen vorschlagen.

CMS – Inhaltsverwaltungssystem

Content Management System (CMS) ist eine webbasierte Software, die eine sehr einfache und intuitive Verwaltung der Inhalte einer Homepage ermöglicht. Spezielle programmiertechnische Kenntnisse sind dabei überhaupt nicht nötig. Man kann die eigene Webseite problemlos pflegen und immer auf dem neusten Stand halten. Auf dem Markt gibt es inzwischen sehr viele solcher Lösungen. Die populärsten Open Source Systeme sind:

Während dieser ersten, nicht unwichtigen, Einleitungsphase, sollten die dargestellten Punkte behilflich sein, sich entsprechende Gedanken zum Thema Website-Erstellung zu machen. Somit kann man schon am Anfang die unnötigen Missverständnisse und Verspätungen vermeiden.

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